09.12.2004
Bücherstadt möchte Infopunkt - Im Rathaus
hält man sich noch bedeckt
HERMANN M. SCHRÖDER WÜNSDORF
Die Bücherstadt in Wünsdorf soll um einen Anziehungspunkt für
die Region reicher werden. Das Unternehmen möchte in Zusammenarbeit
mit der Stadt Zossen eine Touristeninformation einrichten. Das sehen die
jüngsten Pläne der Geschäftsleitung vor.
"Ich bin der Meinung, dass es höchste Zeit ist, dass etwas nach außen hin passiert", sagte Bücher-stadt-Chef Werner Borchert gestern der MAZ. Es gehe darum, dass in der öffentlichen Anlaufstelle alle für Touristen relevante Informationen auf kürzestem Wege verfügbar gemacht werden. "Das betrifft Auskünfte über Hotels und Gaststätten ebenso wie Ausflugsangebote in die Umgebung", so Borchert. Es sei zudem geplant, mit dem bei Urlaubern besonders beliebten Ortsteil Kallinchen und der Gemeinde Am Mellensee eng zusammenzuarbeiten. Die Region habe viel zu bieten, so Borchert, deshalb sei es gut, die Informationen über die Angebote aus dem Bereich des Fremdenverkehrs aus einer Hand zu vermitteln. "Natürlich erhoffen wir uns auch mehr Besucher in der Bücherstadt", so deren Manager.
Borcherts Pläne sehen vor, das Informationsbüro in zwei Stufen einzurichten. "Zu allererst möchten wir mit Gastronomen und Hoteliers und allen anderen Fremdenverkehrsunternehmern eine Touris-muskonferenz ins Leben rufen", erklärte er. Wenn die möglichen Angebote zusammengetragen seien, solle das Foyer des Gutenberghauses umgebaut werden, um der neuen Aufgabe gewappnet zu seien.
Wie Werner Borchert sagte, sieht sein Konzept vor, dass eine Bücherstadt-Mitarbeiterin den Info-punkt kostenlos mitbetreue. "Zossen entstehen keine Personalkosten." Lediglich die Aufwendungen für Info-Broschüren und einen separaten Telefonanschluss müsste die Verwaltung übernehmen, so Borchert. Bereits am 1. März des kommenden Jahres solle das Tourismusbüro seine Arbeit auf-nehmen.
Im Zossener Rathaus hält man sich derzeit noch bedeckt. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (SPD/offene Liste) wollte sich gestern nicht näher zu den von Werner Borchert vorgelegten Plänen äußern. "Eine Touristeninformation kann man auf sehr unterschiedliche Weise betreiben", sagte Schreiber auf Anfrage. So sei es denkbar, dass auch ein Verein die Aufgabe übernehme. "Ich lege mich im Moment noch nicht fest, welche Form für uns gangbar und finanzierbar ist", so die Verwaltungschefin. Wie Schreiber sagte, ist im kommenden Jahr kein Geld im Haushalt für eine Touristeninformation eingeplant.


