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07.11.2005

Die Bücherstadt
im Spiegel  von:

"Zu  Honeckers  Zeiten wäre das anders gewesen, da hätten wir zum Sub-botnik  schönes  Wetter  gehabt",  flachste einer der Männer, die am Sam-stag  in  die Wünsdorfer Bücherstadt kamen. Fast zwei Dutzend freiwillige Helfer  strömten  herbei,  um  in  der  Bunkerwelt  Verschönerungsarbeiten vorzunehmen,  obwohl  überall  große  Pfützen standen und weiter Wasser vom Himmel fiel.

"Dann  müssen  wir  eben  in  die Unterwelt abtauchen", entschied Werner Borchert,  der  Chef  der  Bücherstadt.  "Da  gibt's  genug zu tun", wurde er unterstützt.  Also  wurde das Programm geändert, ein Tor sollte eingebaut, ein  alter Wachturm umgesetzt und außerdem grünem Wildwuchs zu Leibe gerückt werden.

Also zog der erste Trupp mit Volker Ehrlich in den Südstollen, der sollte für Besucher  begehbar  gemacht  und  aufgeräumt werden. Der Rangsdorfer war  bislang auch bei den beiden vorangegangen Arbeitseinsätzen dabei. Er kennt sich in der Bunkerwelt recht gut aus. "Vielleicht kenne ich 80 Pro-zent  der  Stollen und Gänge,  mehr aber nicht. Hundertprozentig weiß hier ohnehin  keiner Bescheid,  dafür gibt es immer wieder neue Überraschun-gen", berichtete er.


Neuer Platz für altes Tor      von Reinhard Butzek

Fleißige Helfer kamen trotz Regens zum Subbotnik nach Wünsdorf

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Mit  ihm  zogen  drei  rüstige Männer  vom  MTV  Wünsdorf  mit.  Im  Sportverein  hatte es zum Subbotnik extra einen Aufruf gegeben. Otto Lehmann  und  Werner  König  machten wenig Aufhebens von ihrem Tun: "Wir packen mit an, wo es Not tut", so ihr schlichter Kommentar. Sie trugen Steine, verlegten Blechplatten und entledigten sich schon nach wenigen Minuten ihrer dicken Jacken. Arbeit macht warm.

Inzwischen  schaute  Frank  Führer  kurz  vorbei,  um  zu  verkünden,  draußen, am Tor da geht es los, trotz Regens. Am Eingangshaus zur Bunkerwelt verteilte er Besen und Spachtel, mit denen große Farbfetzen von den Wänden geschabt wurden.

Aber am Gelände-Eingang selbst rückten schon vier Männer an großen Torflügeln herum,  denen ein moderner Bauzaun weichen musste, um  authentisches  Flair  zu  verbreiten.  "Das sieht doch jetzt aus wie früher", war sich das Quartett einig. "Das sind Tore von der Heeres-bäckerei, die wir uns organisiert haben", erläuterte Werner Borchert.

Bei  dem  Trupp hatte aber Karsten Schinke das Sagen.  Der Metallbauer aus Glienick war mit Mario Becker angerückt. Sie justierten mit den  anderen  die  Torflügel,  fixierten  diese  und schweißten sie schließlich an. "Ach was, das bisschen Regen schadet uns nichts, dabei kann  man  trotzdem  schweißen", sagte Karsten Schinke und bewies es. Sein Einsatz war an diesem Tag eine der Sponsorenleistungen. Für Werner Borchert ist er ein gern gesehener Gast, er hat die Bücherstadt schon mehrmals fachmännisch unterstützt.

 

Einsatz in der Bunkerwelt, mit Steinen und großen Blechen wird der Weg für Besucher sicherer gemacht.    FOTO: REINHARD BUTZEK

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