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Die Bücherstadt
im Spiegel  von:

09.12.2004

Kommentar - Gut und günstig


HERMANN M. SCHRÖDER


Gerade südlich des Berliner Autobahnringes gibt es nur wenig Industrie, ist die Struktur eher ländlich geprägt. Ein idealer Ort für Touristen. Schon jetzt strömen viele Ausflügler und Urlauber nach Zossen und Umgebung und genießen die Natur und die zahlreichen Angebote. Allein, es fehlt bislang immer noch ein zentraler Informationspunkt, ein wie in anderen Städten übliches Fremdenverkehrsbüro.

Da kommt das Ansinnen der Wünsdorfer Bücherstadt eigentlich gerade recht. Zwar ist der Bunker-park auf den ersten Blick nicht gerade zentrumsnah gelegen, dafür jedoch äußerst verkehrsgünstig. Ganze Busse voller Besucher kommen dort täglich an. Zudem ist die schon vorhandene Infotheke bis auf zwei Ausnahmen im Jahr täglich besetzt, und das von früh bis spät. Die Stadt könnte also günstig eine Informationsstelle betreiben und vermutlich mit ganz geringem Aufwand einen großen Nutzen erzielen. Daran sollte die Verwaltung denken und mit einer Zusage nicht mehr allzu lange warten.
Vor allem darf das als belastet geltende Verhältnis zwischen der Bürgermeisterin und dem Bücher-stadt-Chef die Entscheidungsfindung nicht beeinflussen, denn es geht um die Stadt und nicht um persönliche Befindlichkeiten.