Das zukünftige
Museum zur Geschichte der sowjetischen und russischen Streitkräfte
in Deutschland in der Wünsdorfer Bücherstadt hat sein erstes
Ausstellungexponat - ein sowjetisches Militärfahrzeug.
Der Gas 63 vom Typ Molotow stammt von Wolfgang Damitz aus Rangsdorf. "Als ich in der Zeitung gelesen habe, dass in Wünsdorf so etwas aufgebaut werden soll, habe ich mich gleich gemeldet und gefragt, ob Interesse besteht." Jetzt hat er das Fahrzeug als Dauerleihgabe nach Wünsdorf überführt. "Hier hat mein Gas eine richtige Garage", freut sich der Rangsdorfer. "Bei mir musste er im Freien stehen und wäre im Laufe der Jahre heruntergekommen."
Wolfgang Damitz hat das sowjetische Fahrzeug, Baujahr 1965, gemeinsam mit seinem Sohn Alexander wieder aufgebaut. Wie viele Stunden die beiden in den Molotow aus dem Gorkowskij Awtomobilnyij Sowod ( Autowerk in der Stadt Gorki ) gesteckt haben, wissen sie nicht mehr zu sagen. "Es waren jedenfalls sehr, sehr viele."
Mitte der 90er Jahre erwarb der heute 62-Jährige den Gas, der bis Ende 1989 im Dienst der Nationalen Volksarmee der DDR stand. "Das Auto mit einem Kofferaufbau für Funkdienste war nur noch ein Fragment", so Damitz. "Die Funkanlagen waren zum großen Teil ausgebaut, was noch drin war - demoliert."
Molotow im Bunkerpark von Heidi Borchert
Rangsdorfer übergibt erstes Museumsexponat - einen Gas 63


Wolfgang Damnitz
aus Rangsdorf ist Besitzer dieses sowjetischen Militärfahrzeugs
Gas, Baujahr 1965. Jetzt übergab
Damnitz den Gas an das in der Bücherstadt geplante Museum
zur Geschichte der sowjetischen und russischen Streitkräfte in Deutschland.
FOTO: H.Borchert