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24.07.2006

Die Bücherstadt
im Spiegel  von:

WÜNSDORF Ort des Geschehens:  Bunkerpark Wünsdorf. Die Handlung: Eine  Entführung  findet  ihren  blutigen Höhepunkt.  Gut gegen Böse. Marc gegen  Viktor. Liebe gegen Hass. Wer wird siegen? Schwarz vermummte Beamte   eines   Sondereinsatzkommandos   greifen   ein.   Jetzt  wird  es spannend . . .

Eine  knappe  Ansage:  "Ruhe bitte - und bitte!"  Kurze  Zeit später ist eine weitere Szene für die Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" - kurz nur noch GZSZ genannt - in den Wünsdorfer Bunkeranlagen abgedreht. Die Schau-spieler,  die  gerade  nicht  vor  der  Kamera  stehen, erholen sich von den anstrengenden  Dreharbeiten.  Vor  dem  Eingang  zum  Zeppelin -Bunker sitzen  sie,  umgeben  von  Wellblechwänden mit abblätternder Farbe, und werden  mit  einem  löchrigen Tarnnetz vor der Sonne geschützt. Sie lesen Bücher und Zeitungen, trinken Kaffee oder gekühltes Wasser.

Eine  Erfrischung  haben  auch  die  22  Einsatzkräfte vom Sondereinsatz-kommando,  Polizei und Gerichtsmedizin nötig.  In voller Montur warten sie auf  ihren  Drehbeginn.  Sie  sind  Profis  im Filmgeschäft und üben sich in Geduld.  Außerdem werden die Schauspieler von zwei Rettungssanitätern und einem Notarzt unterstützt.

Letzteren  wird  Sandra  Ergün,   dargestellt  von  Maike  von  Bremen,  am Ende  sehr  nötig  haben.  Doch  den GZSZ-Fans sei nicht zu viel verraten. Nur  das:  Sie  sieht  sehr  blutig  aus, trägt eine schmutzige Jeans und ein blutverschmiertes  T-Shirt.  Dunkle  Augenringe  sollen  von den Strapazen der Entführung zeugen. Sie robbte während der Filmaufnahmen durch den Dreck  und wechselte vier Tage lang zwischen dem kalten Bunker und der oberirdischen  Hitze  hin  und  her.  Einige ihrer Blessuren sind mittlerweile echt und müssen nicht mehr geschminkt werden.

"Die Umgebung hier ist sehr beeindruckend. Es ist eine Herausforderung, die   viel   Spaß   macht,  aber  sehr  anstrengend  ist",  erzählt  Maike  von Bremen  in  einer  Drehpause.  Man  könne  sich  in  dem  dunklen,  engen Bunker  leicht  in  die Situation einer Entführung hineinversetzen. "Ich habe aber  inzwischen  zu  meiner  Rolle  einen  großen Abstand gewonnen", so die Schauspielerin.  Der sei ihr wichtig,  nachdem sie als Sandra in GZSZ viele verschiedene Emotionen durchleben musste, überwiegen nun Action und Dramatik.

Während  sich  Arne  Stephan,   der  mit  den  Zwillingen  Viktor  und  Marc Hansen  gleich  zwei  Hauptrollen  besetzt, noch schnell die Haare wäscht, bereitet das Filmteam die nächste Einstellung vor.

Der  23-jährige  Schauspieler  aus  Hamburg  hatte  sich  bei  den Drehar-beiten   auf   dem   Bunkergelände   vor   zwei  Wochen  einen  Bänderriss zugezogen.  Nun  steht  er  mit einer Spezialschiene vor der Kamera, denn schließlich müssen die Filmsequenzen in den Kasten.

Entführung im Bunkerpark                          von Peggy Hydick

Spektakulärer  Dreh  für  "Gute  Zeiten,  schlechte  Zeiten"    ( RTL )

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Die  Profis  vom  Sondereinsatzkommando  warten vor dem Zeppelin-Bunker  auf  Ihren  Einsatz  vor  der  Kamera. Die GZSZ-Folge soll im September ausgestahlt werden.                  FOTO: PEGGY HYDICK

Im   Fernsehen   können   am  8.  und  11.  September  die Zuschauer  ab  19.40  Uhr  auf  RTL  mitverfolgen,  ob  das Gute   oder   das   Böse  siegt.  Doch  auch  auf  schlechte Zeiten  werden  ganz  sicher  wieder  gute  folgen.

Auf  einen  Hinweis  sei  die  Aufmerksamkeit  von  GZSZ-Fans  noch  gelenkt:  Seit  gestern  bietet  der  Filmpark in Babelsberg   Besuchern   exclusiv  einen  Blick  hinter  die Kulissen   von   Deutschlands   erfolgreichster   Soap.  Der erste  Bauabschnitt  des  neuen Original-GZSZ-Außensets ist  jetzt  drehfertig  und wird als 23. Programmpunkt inner-halb   der   Studiotour   des  FILMPARK  Babelsberg  zum Besichtigen  angeboten.  Und  das,  noch bevor die ersten Folgen   am   Set   produziert   werden.   Ob   Mocca  oder Viktoria  Luise Gymnasium - "so nah konnten Interessierte und   Fans   noch   nie   an   die  Origina l-Schauplätze  der Grundy   UFA - Produktion",   heißt   es   in   einer  Presse-mitteilung.   Für   Deutschland   sei   dies   eine   einmalige Möglichkeit,  ein Außenset zu besichtigen, selbst während darin gedreht wird.