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17.09.2006

Die Bücherstadt
im Spiegel  von:
Acht Jahre alt wurde die Bücherstadt Wünsdorf am Wochenende, seit 2003 existiert sie in der jetzigen Form. Werner Borchert, Geschäftsführer der Bücherstadt-Tourismus GmbH, zieht Bilanz. Dass die Einheit von alten Büchern und alten Bunkern funktionieren kann, hätten die letzten Jahre gezeigt. Auch wenn es nicht einfach sei, das Ensemble am Markt zu halten, er sei optimistisch. Trotz steigender Besucherzahlen werde er aber mehr in die Werbung fürs Buch investieren. "Wir wollen Stadt, Landkreis und Land ins Boot holen", so Borchert.

Die Bücherstadt arbeitet seit drei Jahren ohne Zuschüsse, ohne Förderung. Und es gibt Pläne, die keine Träume bleiben sollen, wie das Lesehotel oder das Museum der russischen und sowjetischen Streitkräfte. Ansonsten setze er auf Bewährtes. Dazu gehören die lange Nacht der Antiquare, militärgeschichtliche Abende, die Wünsdorfer Bücherrunden sowie unterirdische Wochenenden, die im November fortgesetzt werden. "Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir das alles nicht schaffen", betont der Geschäftsführer, der mit allen "Geburtstagskindern" anstieß. Da ist der Förderverein Freunde der Bücherstadt. Dessen Vorsitzender Peter Glief sieht schon den 10. Geburtstag. Der sollte eine Woche lang gefeiert werden, wünscht er sich. "Wer Bücher übrig hat, kann sie uns gern bringen", sagt er, "denn es wird wieder mehr gelesen, vom Kinderbuch bis zur Biografie" so Glief vorgestern am Stand des Fördervereins. Anita Kißner von der Stadtbibliothek Kremmen kaufte dort ein Kinderbuch, dessen Illustrationen ihr auf den ersten Blick gefielen.

Das schönste Geschenk machte Investor Gerhard Golan: Er hatte zu seinem 80. Geburtstag um Spenden für den Bücherstadt-Förderverein gebeten. Seine Gäste hätten das Engagement des Bücherfreunds großzügig unterstützt, war zu erfahren.

Alte Bunker und viel zu lesen

Vom 8. Geburtstag der Bücherstadt

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FOTOS: S. METZNER Waldstadt-Wünsdorf